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Knochenszintigraphie

Heute war Knochenszintigraphie. Man kriegt irgendwas Strahlendes gespritzt, trinkt viel und danach wird das Skellet quasi-geröntgt. Mit dem Unterschied, dass man selbst die Strahlenquelle ist. So kann der Radiologe Auffälligkeiten am Skellet erkennen - bei mir glücklicherweise nicht. Trotzdem sollte ich mich heute Schwangeren und kleinen Kindern nicht weiter nähern. Super. Mich beschleicht das Gefühl, dass, wenn ich noch kein Krebs hätte, die Untersuchungen der letzten Tage schon dafür gesorgt hätten.

 

Mittags war meine Tumorkonferenz. Man versucht mich in eine Studie zu bekommen. Davon könnte man sich neuere Medikamente und eine bessere Überwachung erhoffen. Aber natürlich sei die normale Chemo auch ausreichend. Heimlich hoffe ich, in der Studie aufgenommen zu werden. "Leider" erfülle ich eine Voraussetzung nicht: mein Tumor hat noch nicht gestreut. Aber dafür könnte er knapp groß genug sein. Abwarten.

 

Weitere Vorgehensweise: Wächterlymphknoten-Biopsie und Portlegen. Port?! Moment...zum ersten Mal gerate ich in Panik und denke an all die Male, als ich einen Zugang gelegt bekommen habe, der dann grundsätzlich immer schmerzhaft entzündlich wurde...und das für mindestens ein Jahr in meinem Körper!? In meinem Kopp ist ein Port nicht mehr als ein Zugang. Irgendwas Externes....

 

Mir wir die Portanlage gezeigt. Sie wirkt riesig. Unfassbar riesig. Nein. Einen Port will ich nicht. Da Zytostatika allerdings gerne die Venen angreifen, ist der Port meine einzige Chance, "sicher" durch die Chemo zu kommen. Tja, ich bin überzeugt. Nur morgen ist schlecht. Ich muss ja noch ein paar Versuche auf der Arbeit machen - und da dort noch keiner Bescheid weiß, möchte ich diesen Teil des offiziellen Beginns meiner Therapie doch gerne auch auf nach dem Kolloquium verschieben. So wird die Aufnahme für den 26. terminiert.

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